Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten
Hervorgehoben

Gestatten: Buddy!

Ich bin ein Pastor Mallorquin – und ich bin weder süß, noch niedlich oder knuffig, denn ich bin einfach richtig!

Buddy – das bin ich

In mir steckt viel mehr, als ich auf den ersten Blick erkennen lasse, ich bin Begleit-, Schutz- und Hütehund in Personalunion, eben ein typischer Ca de Bestiar.

Als großer, robuster, kräftiger und mutiger Wach- und Schutzhund, bin ich außerordentlich territorial eingestellt und zum Arbeiten geboren. Geistig und körperlich bin ich fit, immer hart im Nehmen, meinen Menschen stets treu ergeben. Ich suche keine Aggressivität, kann sie aber durchaus einsetzen, wenn ich es für nötig halte.

Einer meiner Vorfahren war ein chinesischer Chow Chow, was meine majestätische Erscheinung noch verstärkt. Gegen meine Eigenwilligkeit gibt es demnach nichts zu sagen, denn dafür kann ich nichts – sie liegt mir in den Genen!

Wer einmal mit mir Freundschaft geschlossen und sein Herz an mich verloren hat, ist mir für immer verfallen!

Wie mein Leben verlief, bevor ich annähernd 10 Jahre im Tierheim verbrachte, ist nachzulesen in meiner Autobiographie, die ich ebenfalls hier im Blog veröffentlicht habe.

Mein Testament

Einem armen, sehnsuchtsvollen, heimatlosen Vierbeiner will ich mein glückliches Zuhause hinterlassen.

Meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in allen Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende verholfen hat, gehalten im liebevollen Arm.

Wenn ich gestorben bin, dann sagt bitte nicht »Nie mehr werden wir ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh.«

Sucht Euch ein einsames, ungeliebtes Tier aus und gebt ihm meinen Platz!

Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurücklasse, ist alles was ich geben kann, doch wiegt sie schwerer als der Reichtum dieser Welt.

Euer Buddy

Meinem Nachfolger will ich auch den Blog hinterlassen, damit der nächste Schattenhund zum Medienstar wird – Bayern braucht einen neuen König!

Adieu

Ihr Lieben alle, die Ihr mich in Euer Herz geschlossen habt und die ich jetzt zurücklassen muss, lebt wohl und behaltet mich in guter Erinnerung.

Nach 383 Tagen, die ich in Bayern verbracht habe, als Herzensbrecher und Casanova bei allen Hundedamen, als geliebter Hüter in einer passablen Seniorenresidenz, hat mich die Kraft verlassen. Meine Beine gehorchten mir nicht mehr.

Um 13.48 Uhr hat mein Herz aufgehört zu schlagen.

1+3+4+8 = 16 / 1+6 = 7
Es bleibt magisch.

Resümee

Alt zu sein heißt, einen langen Weg gegangen zu sein über viele Hürden, begleitet von Herausforderungen, die manchmal sogar mit dem Kampf um die Existenz einher gingen.

Alt zu sein heißt auch müde zu werden, obwohl der Kopf noch zu allen Abenteuern bereit wäre. Nur der Körper beginnt, seinen Dienst zu versagen.

Keine Kunst ist’s alt zu werden; es ist Kunst, es zu ertragen.
(Johann Wolfgang von Goethe)

Weihnachtswunsch

Fliegen! Das wäre mein einziger bescheidener Wunsch, fliegen zu können. Ich bräuchte mir keine Gedanken mehr zu machen über lahme Hinterbeine, über schmerzende Hüftgelenke und die Anstrengung beim Laufen, das ich nicht einmal mehr so nennen kann. Schließlich brauche ich alle zwei Schritte eine Pause, weil der Nerv für den rechten hinteren Zehenstrecker nicht mehr richtig funktioniert und ich deshalb auf der Pfotenoberseite laufen muss.

Rentiere können doch auch fliegen. Da ist es sicher nicht zu viel verlangt es ihnen gleich zu tun, oder muss ich dafür nach Alaska umziehen? Das fiele mir gar nicht leicht, jetzt wo ich mich in Bayern halbwegs eingewöhnt habe.

Wish I could fly.

Astronautenkost

Das soll ein Schnitzel XXL sein? Die Köchin meiner Residenz beliebt zu scherzen! Den Klecks undefinierbar komprimierter Vitamine, Mineralstoffe und sonstiger fraglicher Bestandteile strafe ich mit größter Verachtung.

Wie wäre es mit einem Argentinischen Black Angus Rumpsteak, oder vielleicht sogar mit einem Kobe Beef? 200 Gramm?

Mehr habe ich heute trotz gutem Zureden eh noch nicht gegessen. Zu einem bisschen Wildragout konnte ich mich überreden lassen, obwohl das schon wieder verdächtig nach Astronautenkost gerochen hat. Doch das Lamm zum Abendessen versöhnt mich mit dem Küchenpersonal.

So kurz vor Nikolaus will ich auch nicht allzu streng sein. Wer weiß, wen sonst Knecht Ruprechts Rute treffen könnte?

Wiederkehrender Alptraum

Dieser anklagende Blick und Vorwürfe, nichts als Vorwürfe verfolgen mich Nacht für Nacht – und das von meiner Favoritin Yvi seit sie mich verlassen hat. Ich hätte mich zu wenig um sie gekümmert, hätte zu viel Zeit mit anderen Hündinnen verbracht und was sie besonders schlimm findet: ich hätte zu viel abgenommen.

Ja ist das denn ein Wunder? Der ganze Beziehungsstress zehrt nicht nur an den Nerven, der geht auch an die Substanz! Was noch bis vor ein paar Wochen eine attraktive Wespentaille war, lässt heute meine kantigen Hüftknochen sehen. Das muss ich unbedingt wieder ändern. Aber zuerst gehe ich bei Yvi vorbei und schnüffle unauffällig am Gartentor.

Vielleicht hat sie mir nur gedroht zur Oma zu gehen und ist klammheimlich doch zu Hause geblieben?

Krimi als Spendenaktion

Im März sollte eine Krimilesung meinem Tierheim zu weiteren Einnahmen verhelfen. Daraus wurde nichts wegen der lange anhaltenden Sperrstunde. Endlich sollte es wieder so weit sein. Diesmal wäre die Gage aus dem Krimikeller in Rothenfels als Spende in die Tierheimkasse geflossen. Die Lesung war ursprünglich für kommenden Freitag geplant, doch die Novembersperrstunde wurde bis ins kommende Jahr ausgedehnt.

Damit meine lieben Freundinnen und Freunde in ihren Quartieren trotzdem nicht so arg frieren müssen, hat die Sekretärin meiner Residenz ihren Krimi im Büro unter meiner Aufsicht ausgedruckt und an Krimifans am Ort weitergereicht. Die haben sich darüber gefreut und großzügig gespendet, so dass wir uns trotzdem an der Aktion Wärmemissionar beteiligen können. Wer mehr darüber wissen möchte, liest die Details bitte direkt auf der Seite des Gelnhauser Tierheims

Die große Enttäuschung

Meine Herzallerliebste hat per sms Schluss gemacht. Sie will alles hinter sich lassen, was ihr Sorgen und Probleme bereitet. Anstelle zu mir, wo ihr jederzeit Tür und Tor offen stehen, wo sie mit feinsten Leckerbissen überhäuft würde und ein kuschliger Schlafplatz auf sie wartet – geht meine liebe Yvi zur Oma.

Wird sie wiederkommen? Soll ich ihren Platz als Nr. 1 in meinem Harem freihalten, oder suche ich mir gleich eine neue Favoritin?

Seit einige Tagen sehe ich von Weitem eine schüchterne Blondine. Der werde ich meinen Schutz anbieten und ich bin sicher, sie nimmt ihn an. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt und kann es kaum erwarten, gleich morgen früh ihre Bekanntschaft zu machen und die Weichen zu stellen für eine Liaison ganz nach meinem Geschmack.

Reisende soll man nicht aufhalten – tschüs Yvi! Aus der Enttäuschung, die du mir bereitest, wird ein vielversprechender Neuanfang!

Westentaschenheld

Der kleine Mogli blickt auf eine grausame Geschichte zurück, die, wenn ich seinen Worten glauben darf, bis 300 v. Chr. zurückreicht. Mogli ist ein Chihuahua, dessen frühere Vorfahren schon vor den Mayas lebten. Von daher stammt auch sein Familienname, benannt nach einer Region in Mexiko.

Kolonialen Aufzeichnungen zufolge wurden kleine Hunde als lebende Heizkissen bei Krankheit oder Verletzung verwendet. Einige Zweibeiner glaubten damals, dass Schmerzen vom Menschen auf Tiere übertragen werden. Deshalb gab es sogar Rituale, bei denen Verstorbene mit lebenden Hunden verbrannt wurden, um die Sünden der Toten zu lindern.

Mogli hat Glück, dass seine Abenteuer als Gesellschaft- und Begleithund nur aus dem Erkunden von Manteltaschen und dem Stöbern im Jungle großer Handtaschen bestehen. Undenkbar, dass er solcher menschlicher Dummheit zum Opfer fallen könnte!

Purer Beziehungsstress

Woher Yvi schon wieder wusste, dass ich mit Lotta unterwegs war? Lippenstift am Hemdkragen scheidet aus, aber ganz sicher hat mich ihr Parfüm verraten. Also kam es zum unweigerlichen Kreuzverhör, dem ich mich noch vor dem Frühstück stellen musste.

Es gibt nichts schlimmeres als eine falsche Antwort auf eine Fangfrage. In dem Bewusstsein war ich doppelt vorsichtig und bestand die Prüfung Dank meiner weltmännischen Eloquenz mit Bravour.

Nah bei der Wahrheit bleiben und nur zugeben, was bereits bekannt ist, sind meine wichtigsten Empfehlungen bei Beziehungsstress. Der Auseinandersetzung am besten mit vorsichtig eingestreuten Alltagsfragen eine andere Richtung geben und relativ bald ein-zwei Komplimente beiläufig (maximal im Nebensatzmodus) einfließen lassen.

Geschafft! Dabei ist mir jedoch bewusst, dass es ein weniger charmanter und nur halb so attraktiver Rüde wesentlich schwerer haben dürfte. Welche zielführende Vorgehensweise ich in einem solchen Fall empfehle, lest ihr bei Gelegenheit in einer neuen Influencer-Lektion.

Urlaubspudel

Lotta, meine Pudelfavoritin, fährt nicht gerne Auto; längere Strecken lehnt sie sogar kategorisch ab. Deshalb durfte sie endlich wieder einmal einen Urlaubstag ganz in meiner Nähe verbringen – in der Obhut einer Nachbarin.

Was sollte ich ihr in der kurzen Zeit bieten? Meine Entscheidung fiel auf die Schönheit des herbstlichen Waldes. Doch zu aller erst sorgte ich dafür, dass sie sich frei bewegen konnte.

Mit gutem Beispiel ging ich voran, ganz ohne Leine. Lotta war begeistert es mir gleich zu tun und folgte mir auf Schritt und Tritt. Ihre Neugier an allem und jedem war verständlich, da ihr in meinem Reich überall neue Gerüche begegneten.

Für mich war es purer Genuss schon wieder Besuch zu haben und ich bin gespannt, wer oder was in den nächsten Tage noch auf mich zukommt.

Jubiläumsgeschenk

Alleine der Besuch zu meinem ersten Jahrestag in der bayrischen Seniorenresidenz hat mich mich schon unbändig gefreut, weil ich ununterbrochen gestreichelt und liebkost wurde. Aber als besondere Überraschung bekam ich auch noch ein Präsent mit dauerhafter Kuschelgarantie.

Das Schmusekissen mit allen Sternen des Nachthimmels hat eine der lieben Gassigängerinnen aus dem Tierheim selbst genäht und für mich mitgeschickt. Für mich ganz alleine – ich muss es mit niemandem teilen – zum Kuscheln, Schmusen, Schlafen und was mir sonst noch einfällt.

Bezug und Füllung sind gelenkschonend mit orthopädische Wirkung. Dabei hat sie in weiser Voraussicht auf Federn verzichtet, da sie meine Vorliebe für gefiederte Beutetiere kennt. Am liebsten lehne ich meinen Rücken an das Kissen, stütze meine Hüfte darauf ab und schlafe dabei selig ein.

Mein Besuch

Der Klang zweier Stimmen ließ mich innehalten. Konnte es wahr sein, oder träumte ich? Stimmen, über die ich mich im Tierheim immer ganz besonders gefreut habe, weil sie lange Spaziergänge und darüber hinaus Streicheleinheiten und Leckerbissen versprachen, so viele ich wollte. Diese Stimmen drangen von der Straße her an mein Ohr.

Sie haben mich nicht vergessen, genauso wie ich sie nicht vergessen habe!

Meinen Jahrestag wollten sie unbedingt mit mir zusammen feiern bei einem langen Ausflug. Und was soll ich sagen: es war wie immer! Zwei Schritte laufen, dreimal streicheln lassen. Nur ein Schritt zur nächsten Besucherin, viermal liebkost werden – purer Genuss aus liebevollen Händen.

So ein wundervolles Erlebnis wünsche ich mir bald wieder und hoffe, dass es nicht bis zum nächsten Jubiläum im November 2021 dauert. Doch mit ein bisschen Phantasie erfinde ich eines, das viel eher gefeiert werden muss. Wie wäre es mit dem Dezember-Tag des Hundes im KB, dem Königreich Buddy?

1A Krallenpflege

Mädels, ich habe mich für Euch alle hübsch gemacht. Natürlich auch für die Zweibeinerinnen, die mich heute besucht haben, um mich wie damals im Tierheim zum Gassi abzuholen. Dieses wundervolle Erlebnis muss erst noch ein bisschen sacken, bevor ich davon berichten kann. Emotionen in Worte zu fassen ist nicht so einfach.

Auf jeden Fall bin ich jetzt wieder hübsch anzusehen und habe diesmal einen Trick angewandt, wie ich meine Attraktivität deutlich steigern kann. Lackierte Krallen sind nichts wirklich besonderes, davon habe ich im Sommer schon berichtet. Richtig interessant wird es erst dann, wenn unterschiedliche Farben zum Einsatz kommen.

Meine vierbeinigen Verehrerinnen bringen mir noch mehr Aufmerksamkeit entgegen und wollen gar nicht mehr von meiner Seite weichen, weil es so viel Neues zu entdecken gibt. Nur die Mittelkralle bleibt unlackiert, denn derjenige, dem ich sie zeige, der soll die nackte Wahrheit sehen.