Mein Unmut nimmt spürbar zu, denn ich fürchte die Position als Nummer 1 in der Präsidentensuite meiner Residenz zu verlieren. Es geht schon damit los, dass meine Sekretärin plötzlich vom 17. Jahrhundert schwärmt und sich anscheinend nur noch damit beschäftigt, während ich im 21. Jahrhundert vergeblich auf ihre Assistenz hoffe.
Der Hausmeister, mit dem ich schon mal ein Schwätzchen gehalten habe, wenn sonst niemand greifbar war, werkelt in anderen Werkstätten und die Köchin, die hat plötzlich ganz aberwitzige Ideen. So lange sich für den selbst gemachten Hustensirup – ich will gar nicht wissen, was sie sonst noch fabriziert – andere Probanden finden, reicht ein kritischer Blick durch die offene Küchentür. Sobald ich mir das Essen aber selbst zubereiten muss, trete ich in Streik!
Versuchsweise tue ich das jetzt schon, ziehe mich zurück und muss feststellen, dass so ein Abstellgleis durchaus auch etwas für sich hat. Hier stört mich niemand und ich kann mich nach den vielen Arbeitseinsätzen endlich einmal richtig ausschlafen!



























