Bullenpenis

So delikat, dass mir die Worte dafür fehlen! Wo soll ich nur hin mit diesem wundervollen Geschenk, diesem einzigartigen, luftgetrockneten Bullenpenis? Ich muss es durch die Residenz tragen, muss es jedem Bewohner zeigen, jedem Stuhl, jedem Teppich und jedem Tisch. Nicht nur einmal, nein! Ein solches Mitbringsel aus fernen Ländern muss mindestens zwei Dutzend mal„Bullenpenis“ weiterlesen

Manneskraft

Voller Angst klammerte sich meine Begleiterin an meinem Halsband fest, bloß weil es im Gebüsch geraschelt hat. Also gut, es war schon ein bisschen lauter, und ein ungeübtes Ohr hätte eine Wildsau vermuten können. Doch mir gleich klar, dass es sich nur um ein Liebesspiel handeln konnte und prompt wechselten eine Ricke, gefolgt von einem„Manneskraft“ weiterlesen

Pfoten drücken!

Morgen, am Sonntag, nimmt Yvi an einem Obedience-Turnier im hessischen Obertshausen teil und startet dabei zum ersten Mal in Klasse II. Wer es noch nicht weiß: Obedience ist die hohe Kunst der Unterordnung. Yvi meint, das wäre alles halb so schlimm und sie würde sich überhaupt nicht verrückt machen. Nur ihre Assistentin wäre manchmal ein„Pfoten drücken!“ weiterlesen

Marmeladenwald

Mein Zuständigkeitsbereich umfasst nahezu alle Gewerke und etliche Quadratmeter, um bei der Wahrheit zu bleiben: es sind Quadratkilometer!, Wiesen, Felder und Wälder. Täglich werde ich mit neuen Herausforderungen konfrontiert und freue mich, dass es diesmal die Köchin ist, der ich behilflich sein kann – auch wenn ich mir dabei am Waldrand wieder unzählige Kletten einfange.„Marmeladenwald“ weiterlesen

Jagdszenen

Am liebsten wäre ich morgen Ehrengast und alleiniger Redner, denn was ich alles zu erzählen hätte, wäre abendfüllend. Doch ich fürchte, dass sich die Besucher kaum für meine Jagd nach Entenstreifen interessieren, sondern neugierig sind auf Dramatik, Spannung und hintersinnige Ironie. Kriminalistisches, amouröse Abenteuer und die Jagd nach Geld mit einem Hauch von Politik stehen„Jagdszenen“ weiterlesen

Schattenschaf

Es grast auf einer Wiese still und bravein dunkelbraunes Schattenschaf. Mal grast es hier, mal grast es dort,als gäbe es kein schön’ren Ort. Was soll ich noch dazu sagen? Sogar den bayrischen Schafen ist es bei dieser mörderischen Hitze zu heiß und ich habe mich, gutmütig wie ich nun mal bin, bereit erklärt, die Arbeit„Schattenschaf“ weiterlesen

Schuhputzer

Zwei Tage Wochenende sind definitiv zu kurz, besonders dann, wenn der Montag mit Schwerstarbeit beginnt. Nach einigen Diskussionen über die beste Vorgehensweise (ich propagiere Zungeneinsatz und ausgiebiges Lecken), ließ ich mir vom Hausmeister meiner Residenz zeigen, wie Schuhe noch effizienter geputzt werden können. Damit mir rein gar nichts entgeht, steckte ich meinen Kopf unter seinem„Schuhputzer“ weiterlesen

Sonntagsbeichte

Also das mit dem Wochenjournal, das ist grundsätzlich ein gute Idee. Sie hat nur einen Haken, denn ich bin ehrlich. Ich müsste meine eigenen Vergehen und sämtliche Schandtaten genauso in den Nachrichten publizieren, wie ich über alles andere berichten würde. Deshalb habe ich beschlossen, weiterhin ehrlich zu bleiben und lieber keine Zeitung herauszubringen. Sonst müsste„Sonntagsbeichte“ weiterlesen

Samstagszeitung

Mir kam die Idee, ein Wochenjournal herauszubringen, weil sich genügend Leser in Nah und Fern über eine solche Frühstückslektüre freuen könnten. Druckfrisch neben dem Frühstücksnapf am Samstagmorgen, das wäre doch ideal. In der ersten Ausgabe würde ich mit der Rubrik „reizvolle Spazierwege“ beginnen, danach das eine oder andere Portrait liebenswerter Zeitgenossen und als wichtigsten Punkt„Samstagszeitung“ weiterlesen

Gipfelstürmer

Bisher habe ich alle Anforderungen klaglos gemeistert. Jawohl, und dabei habe ich nicht ein Wort der Entrüstung oder gar Ablehnung verlauten lassen. Doch wenn ich mir die neue bayrische Heimat so betrachte, gehört das anstrengende Bergsteigen nicht zu meinen bevorzugten Beschäftigungen. Wenn ich es aber endlich geschafft habe und irgendwann oben angekommen bin, werde ich„Gipfelstürmer“ weiterlesen

Liebeskekse

Yvi muss irgendwie von Frieda erfahren haben. Dabei ist das mit Frieda doch nur platonisch, also meistens jedenfalls. Wenn ich nur wüsste, wie sie dahinter gekommen ist – egal es ist nun mal passiert. In einem langen Gespräch, in dem wir uns hauptsächlich angeschwiegen haben, konnte ich die Angelegenheit wieder hinbiegen. Zum Glück! Denn wenn„Liebeskekse“ weiterlesen

Begrüßungskomitee

Boti macht sich nützlich und begrüßt alle Besucher und Patienten in der Tierarztpraxis. Momentan verbringt er seinen Urlaub hier und sprüht vor Lebensfreude, obwohl ihm kaum Schlimmeres hätte passieren können. Mit einem Baseballschläger hatte jemand seinen Kopf zertrümmert. Daraufhin haben ihn die Kinder des Tierarztes zuerst adoptiert, dann wurde er mehrfach operiert und jetzt hat„Begrüßungskomitee“ weiterlesen

Schnitzelberg

Am Sonntag gibt es Fleisch! Die Belohnung für meine unermüdlichen Wach- und Schmusedienste rückte bereits in riechbare Nähe, und mir lief alleine bei dem Gedanken an eine derart köstliche Mahlzeit das Wasser im Mund zusammen. Wenn ich vom Spaziergang zurückkomme, lenke ich die Köchin ab und alle Schnitzel wandern in meinen Magen – ohne Umweg„Schnitzelberg“ weiterlesen

Der Apothekergarten

Es sei ein bemerkenswertes und seltenes Zeugnis der bürgerlichen Gartenbaukunst aus dem 19. Jahrhundert und ein beliebtes Ausflugsziel obendrein, so wurde mir der Garten angepriesen. Dennoch war ich allein, herrschte über Pavillon und Terrasse ganz nach Herzenslust. Nun hoffe ich, dass dies in zwei Wochen nicht der Fall sein wird, wenn dort eine Lesung stattfindet.„Der Apothekergarten“ weiterlesen

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